Eichhoernchen

Wie du den Überblick über Photoshop & Co. bekommst!

Was braucht ein Grafikdesigner am Wichtigsten um überhaupt richtig arbeiten zu können? Natürlich die Kreativ-Computerprogramme! Dazu gehören vor allem die wohl drei bekanntesten Programme Adobe Photoshop, Illustrator und InDesign. Obwohl diese Programme sehr beliebt sind und die Mehrheit weiß, dass ein Grafikdesigner nicht darauf verzichten kann, wissen trotzdem viele nicht wie und wofür diese drei Programme richtig angewendet werden und wo genau überhaupt ihre Unterschiede liegen.

Welches Programm eignet sich wofür am besten?

Karen

Alle drei Programme – egal ob Photoshop, Illustrator oder InDesign haben Funktionen, die ideal für bestimmte Aufgabenstellungen und Projektanforderungen geeignet sind. Jedes Programm hat seine ganz eigene Aufgabe, doch zusammen ergänzen sie sich wunderbar und ergeben die perfekte Ausstattung zum Designen von Print und digitalen Medien. Um zu verstehen wann welches Programm zum Einsatz kommt, sollte man sich zunächst jedes einzelne Programm einmal genauer anschauen.

Photoshop

Photoshoplogo Photoshop ist mit Sicherheit das bekannteste und beliebteste der drei Programme. Wie der Name schon sagt eignet sich Photoshop am besten um Fotos zu bearbeiten und ist wahrscheinlich deswegen auch von vielen Leuten in Gebrauch, die beruflich nicht im Bereich der Mediengestaltung tätig sind, denn Fotos macht jeder gerne und noch schöner werden diese natürlich, wenn sie erstmal richtig bearbeitet wurden. Photoshop ist also ein Bilderbearbeitungsprogramm und arbeitet daher nur mit Pixelgrafiken. Und was sind Pixel? Ein Pixel ist ein kleines Quadrat mit einer bestimmten Farbe und Helligkeit. Ein Pixelbild besteht also aus vielen kleinen Pixeln, welche mit ihren Farb- und Licht-Unterschieden aneinandergereiht, ein Bild entstehen lassen. Bei hoher Fotoqualität sind die Pixel nicht zusehen, doch wenn man in das Bild reinzoomt stellt man fest, dass das Bild nun verpixelt wirkt. Das heißt das Pixelbild ist zerstörbar. Denn umso öfter man ein Foto vergrößert umso mehr leidet es an Qualitätsverlust. Trotzdem sind pixelbasierte Bilder um einiges detailreicher als andere Grafiken und wirken dementsprechend auch am realistischsten.  Mit Photoshop lassen sich Belichtung und Farbgebung korrigieren, Bildbereiche freistellen und begradigen, Farben anpassen, unerwünschte Objekte entfernen oder mehrere Aufnahmen zu einem neuen Bild zusammenfügen. Wie man sieht enthält Adobe Photoshop eine große Auswahl an leistungsstarken Tools, mit denen Bilder bearbeitet und retuschiert werden können.

Illustrator

IllustratorlogoDas Programm Illustrator wird oft zusammen mit dem Begriff vektorisieren erwähnt. Denn genau das tut dieses Programm auch. Illustrator arbeitet mit Vektorgrafiken. Und was ist das nun schon wieder? Eine Vektorgrafik besteht nicht aus Pixeln, sondern aus Linien, Kreisen und Flächen. Und diese sind nicht zerstörbar. Vektorgrafiken können also beliebig oft verkleinert und vergrößert werden und bleiben dabei gestochen scharf. Mit flexiblen Form- und Zeichenwerkzeugen können in Illustrator Logos, Symbole und eben viele weitere Illustrationen erstellt werden. Ebenso lässt sich durch die zahlreichen Möglichkeiten zum Bearbeiten und Anpassen von Text auch typografisch arbeiten. Die Grafiken sehen in diesem Programm jedoch nicht unbedingt fotorealistisch aus, sondern gleichen eher einem Comic-Style. Trotzdem ist eine fotorealistische Illustration nicht ausgeschlossen, diese würde dementsprechend nur mehr Zeit und Mühe in Anspruch nehmen. Adobe Illustrator lässt also das Herz vieler Illustratoren höher schlagen, denn mittlerweile können sogar 3D-Grafiken erstellt werden.

InDesign

InDesignlogoAlle guten Dinge sind drei. Und zu guter Letzt ist InDesign an der Reihe. Es ergänzt Photoshop und Illustrator perfekt. Denn dieses Programm arbeitet sowohl mit pixelbasierten Bildern als auch mit Vektorgrafiken. So können Fotos, die vorher in Photoshop bearbeitet und Illustrationen, die vorher in Illustrator erstellt wurden, problemlos in InDesign platziert werden. Und wofür ist InDesign nun gut? Dieses Programm ist perfekt um Layouts und mehrseitige Dokumente zu erstellen, da es einige wichtige Tools dafür enthält. Zum Beispiel das Grundlinienraster. Dieses bewirkt, dass sich alle Zeilen eines Fließtextes in einem Zeilenraster bewegen und somit in derselben Höhe sind. Es ist auch bei einem doppelseitigen Druck von Vorteil, da so der Text nicht von einer anderen Seite durchscheinen kann, da die Vor- und die Rückseite genau übereinander liegen. Auch die integrierten Hilfslinien im Programm helfen dabei Elemente exakt zu platzieren und ein professionelles Layout zu designen. Somit können Produkte wie Flyer, Broschüren und Bücher in Adobe InDesign erstellt werden.

Beispiel 

Um nun noch einmal zu verstehen wann und wie man die Programme während eines Projektes richtig und gezielt einsetzt nehmen wir an, wir möchten eine Broschüre gestalten:

Dazu gehören auf jeden Fall Fotos. Ein Foto besteht aus Pixeln und wie wir nun wissen arbeitet Photoshop mit pixelbasierten Bildern. Deshalb werden die Fotos, welche in der Broschüre zu sehen sein sollen, zunächst in Photoshop bearbeitet. Meistens werden dort die Lichtverhältnisse verbessert, sowie die Farbgebung und andere Makel korrigiert sowie retuschiert.

Neben Fotos sollte auch das Logo des Kunden auf der gewünschten Broschüre zu sehen sein. Dieses wurde meistens, jedoch schon vorher designt. Und wenn nicht, dann wird es in Illustrator erstellt. Denn wie wir auch schon wissen, arbeitet Illustrator mit Vektor-Grafiken und diese können ohne Einschränkung vergrößert und verkleinert werden. Das ist bei einem Logo auch notwendig, denn es gehört zu der Corporate Identity eines Unternehmens und sollte deshalb, auch überall zu sehen sein. Zwischen Banner, Visitenkarte und Broschüre liegen aber doch ein paar Größenunterschiede und genau deshalb, ist es so wichtig das Logo ohne Probleme immer wieder skalieren zu können, ohne, dass es dabei an Qualitätsverlust leidet.

Wenn die Vorarbeit in Photoshop und Illustrator erledigt ist, können nun alle Elemente zusammen in einem InDesign Dokument angelegt werden. Nachdem man sich für ein Layout entschieden hat werden Fotos, Illustrationen und Text schließlich mithilfe des Grundlinienrasters und Textfeldern richtig platziert und fertig ist die Broschüre!

Fazit

Nun wissen wir das jedes der drei Programme perfekt für einen bestimmten Aufgabenbereich geeignet ist. Trotzdem überschneiden sie sich in vielen Funktionen und das ist auch gut so, denn um in Sachen Gestaltung und Design ein vollständig gutes Ergebnis zu bekommen sollten alle drei Programme zusammen zum Einsatz kommen und dabei ihre ganz eigenen Funktionen auskosten!