Suchmaschinenoptimierung: Optimal gefunden

„Optimal gefunden: Suchmaschinenoptimierung für Einsteiger“ hieß der Workshop von der Gründungsakademie Rhein-Sieg, an dem ich teilgenommen habe. Da Google als Suchmaschine in Deutschland mittlerweile einen Marktanteil von über 90% hat, lag der Schwerpunkt des Workshops auf Google.

arbeit_cafeNach einer guten Einführung in das Grundverständnis von Suchmaschinen war das Ergebnis am Ende ernüchternd: SEO hat sich in den letzten 7 Jahren durch die Vervielfachung der Rankingfaktoren in ein so großes und breites Themengebiet entwickelt, dass es jahrelanger Übung, Lernen aus eigenen Fehlern und einer konstanten Beobachtung und Analyse der Suchmaschinen Bedarf, um auf diesem Gebiet zum Profi zu werden.

homeofficeTrotzdem gab es hilfreiche Tipps, wie auch SEO-Neulinge erste Schritte bei den Onpage-Faktoren machen können, mit denen sie ihre Website in ein besseres Ranking bringen können. Je nach Größe der Website liegt der Anteil, der durch die Optimierung technischer und inhaltlicher Onpage-Faktoren beeinflusste werden kann, bei 50-70 %.

Generell gilt, dass es ca. alle zwei Jahre für jede Website einen Relaunch geben sollte. Da sich Nutzergewohnheiten meist nach den Updates von Windows und anderen vielgenutzen Programmen richten,  folgen die Trends im Webdesign diesen Gewohnheiten. Seiten die sich dem nicht anpassen wirken schnell veraltet.

Folgende Faktoren zur Onpage Optimierung wurden besprochen:

  • Content
  • Title, Description, Keywords und Headlines
  • URLs
  • Snippets
  • Interne Verlinkungen

 

Content

Einzigartiger und hochwertig verfasster Content ist der wichtigste Punkt. Google sucht immer nach Einzigartigkeit, daher ist das Kopieren von Text aus anderen Seiten keine  gute Idee.  Duplicate Content kann laut Google Guidelines für Webmaster sogar zu einer drastischen Abwertung der Seite führen. Da Google mittlerweile „intelligent“ genug ist, auch Inhalte zu verstehen, zuzuordnen und zu vergleichen werden regelmäßig Quality Udpates durchgeführt, um die Qualität der Suchergebnisse zu optimieren. Dies beurteilt zum Beispiel auch, ob URLs und Content zusammenpassen. Damit es bei Quality Updates keine Verluste gibt, sollte der Content daher Expertenwissen beinhalten und nicht zu allgemein gehalten sein. Der User sollte seinen Wissensdurst stillen können damit er nicht abspringt. Dies ist zum Beispiel durch die Beantwortung von Fachfragen zum Thema erreichbar. Der Content sollte einen Mehrwert zu thematisch ähnlichen Seiten bieten. Ziel ist es auch, dass die Website aufgrund der Qualität von anderen Quellen verlinkt wird. Hierbei zählen Links aus Facebook oder Twitter weniger als Links von anderen Websites.

Sinnvoll ist, sich in den User hineinzuversetzen: In welcher Suchphase befindet er sich  und warum stellt er gerade diese Suchanfrage? Die wirkliche Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen des User führen oft zu besseren Texten.

Bei der Strategie für die Website ist daher der Tipp des SEO Experten: Immer zuerst an die Suchintention des Users denken dabei die SEO Basics beachten. Schreiben Sie für den User und beantworten Sie seine Fragen. Dies ist oft hilfreicher als reine, kurze Produktbeschreibungen.

Im Long-Tail kann man dann auch Keyword-Kombinationen mit ganzen Fragen nutzen, z.B. „Wie starte ich mit E-Learning“. Die Ein-Wort-Suche nimmt immer mehr ab und viele User geben ganze Fragen in die Suchmaschine ein (z.B. auch durch Voice-Search).

Zum Content gehört nicht nur Text, sondern auch zum Text passende Bilder, Videos und weitere Dateien. Bilder müssen zum Text passen und passend benannt sein. Google überprüft permanent die logischen Zusammenhänge. Auch die Beschreibung des Bilder (alt=……) sollte möglichst genau den Inhalt wiedergeben.

Interne links sind nicht nur wichtig, um den User die Navigation auf der eigenen Seite zu erleichtern, sondern wirken sich im Ranking auch positiv aus.

 

Title, Description, Keywords und Headlines

Title und Description sind die Bereiche im Quelltext, die Google im Suchergebnis wiedergibt. Der Title ist der wichtigste Keyword-Faktor und muss immer gefüllt werden. Es stehen je nach Schriftart ca. 55-60 Zeichen zur Verfügung. Das Hauptkeyword sollte an erster Stelle stehen. Trotzdem soll der Title aber natürlich wirken und einen guten Mehrwert für den User bieten. Ein ganzer Satz ist dabei von Vorteil. Er soll schließlich zum Klicken animieren.

Gemeinsam mit einer guten Meta-Description kann sich dies schon merklich auf die Klickrate auswirken. Die Meta-Description sollte zwischen 120 und 156 Zeichen liegen. ABER: Google setzt die Meta-Description auch immer wieder selbst aus Teilen des Contents zusammen. Daher: Jede Unterseite sollte für ein, mx. Zwei Keywords optimiert sein.

Keywords

Der reine Keyword-Tag ist für Google mittlerweile bedeutungslos.

Headlines

Die Überschriften der einzelnen Seiten sollten mit den Inhalten des Title-Tags gefüllt werden, jedoch nicht 1:1. Das wichtigste sollte auch hier zuerst stehen.

URL

Groß- und Kleinschreibung ist für das Ranking ohne Bedeutung. Die URL hat auf das Ranking nur eine geringe Auswirkung, jedoch eine große Auswirkung auf die Klickrate. Eine super Seite zum Thema Medizin wirkt direkt unseriös wenn sie eine seltsame URL hat.

Snippets:

Dies sind die beschreibenden Inhalte der Suchergebnisse. Also das, was unter der Überschrift im Suchergebnis steht. Sie haben wie der Title eine große Auswirkung auf die Klickrate. Ein Snippet setzt sich aus Title, Description, URL und Sitelinks und manchmal noch Datum und Bewertungen (Rich Snippet) zusammen. Das Snippet sollte auf ein Suchwort/eine Suchanfrage optimiert sein.

Bevor es mit dem Schreiben der Texte für die Website los geht, sollte man recherchieren, wie die Konkurrenz aussieht. Welche Snippets gibt es dort? Wenn ein sehr großer, finanzstarker Konkurrent ein Suchwort stark besetzt, macht es mehr Sinn auf eine alternative Fragestellung oder ein alternatives Suchwort zu gehen, da es viel Geld und Zeit kosten würde, ihn zu verdrängen.

Ein gutes Snippet kann die Bereitschaft des Suchenden genau auf den Eintrag zu klicken stark beeinflussen.

Interne Verlinkungen

Die interne Verlinkung ist wichtig, um User innerhalb der Website zu lenken (gute Usability). Darüber hinaus folgt der Suchmaschinencrawler aber auch diesen Links und findet damit Seiten besser. Durch Ab ca.  8-10 Links auf meine Keywords (also die wichtigen Schlagworte), gibt es einen spürbaren Effekt auf das Ranking. Auch Bilder sollten verlinkt werden, da User gerne auf Bilder klicken.

Beides steigert die Keyword-Relevanz der angelinkten Seite und erhöht die Usability.

 

Generelle Tipps:

Die Search Console von Google wurde uns sehr ans Herz gelegt, da sie ein gutes, einfach zu bedienendes Tool zur Überprüfung und Optimierung der eigenen Seite ist..

Ein weiteres Ratschlag war: Testen, testen, testen: Immer wieder Änderungen machen, eine Woche im Netz lassen, sehen wie sich das Ranking verändert. Ruhig auch mal reine Testseiten machen, um zu sehen, mit was man vor die Wand fährt, ab wann man abgerankt wird usw. Denn nur durch viele Fehler lernt man gutes SEO.