Mit diesen 8 Content-Formeln wirst du zum Content Rockstar

Mit diesen 8 Content-Formeln wirst du zum Content Rockstar

Mithilfe von Marketing möchte man bestimmte Ziele erreichen. Mehr Kunden, mehr Umsatz, etc. Aber natürlich muss man erst einmal potentielle Kunden erreichen. Mittlerweile hat sich Content Marketing als nachhaltige Möglichkeit etabliert.

Allerdings ist das Internet voller Inhalte, die auf die Nutzer einprasseln. Um die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen, müssen sich Texter deshalb etwas einfallen lassen. Zum Glück haben sich schon viele Marketing-Helden mit Strategien beschäftigt, die man für sich einfach umsetzen kann.

Wir wollen euch die besten Formeln zeigen, mit denen ihr aus eurem Content echte Kundenmagneten zaubert. Acht Formeln auf dem Weg zum Content Rockstar!

AIDA – Das altbekannte Fossil der Werbung

Bestimmte Prinzipien der Werbewirksamkeit kennt fast jeder, der sich schon einmal mit Marketing beschäftigt hat. AIDA ist eine der ältesten und bekanntesten Formeln. Allerdings wird sie auch als fossiles Werbemittel kritisiert. Dennoch findet sie immer noch in den unterschiedlichsten Branchen Anwendung und wird vielfach abgewandelt.

AIDA – Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen), Action (Handlung)
AIDA – Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen), Action (Handlung)

Attention (Aufmerksamkeit) – Zunächst müsst ihr die Aufmerksamkeit eurer Zielgruppe erregen. Zeigt ihnen etwas Neues, Einzigartiges.

Interest (Interesse) – Ein echtes Interesse wird meist ebenfalls auf emotionaler Ebene geweckt. Bietet euren Besuchern frische, interessante Infos.

Desire (Verlangen) – Wenn ihr Aufmerksamkeit und Interesse wecken konntet, müsst ihr euren Besuchern jetzt noch klarmachen, dass ihr genau das habt, was sie wollen.

Action (Handlung) – Zu guter Letzt fehlt noch eine klare Handlungsaufforderung, ein sogenannter Call-to-Action. Beispiel: „Buchen Sie jetzt und Sie erhalten 50 Euro Rabatt.“

 

Die abgewandelten Formeln von AIDA folgen alle einem ähnlichen Aufbau. Hier sind nur ein paar Versionen:

  • IDCA (InterestDesireConvictionAction): Interesse, Verlangen, Überzeugung, Handlung
  • AAPPA (AttentionAdvantageProofPersuasionAction): Aufmerksamkeit, Vorteil, Beweis, Überzeugung, Handlung
  • ACCA (AwarenessComprehensionConvictionAction): Erkenntnis, Verständnis, Überzeugung, Handlung

FAB – Der Nutzen im Mittelpunkt

 

FAB – Der Nutzen steht im Mittelpunkt Features, Advantages, Benefits
FAB – Der Nutzen steht im Mittelpunkt Features, Advantages, Benefits

Features – Eigenschaften

Advantages – Vorteil

Benefits – Nutzen

Die FAB-Formel wirkt zwar auf den ersten Blick schlichter als andere Formeln, allerdings hat sie es faustdick hinter den Ohren. Denn hier ist absolutes Fingerspitzengefühl gefragt, wenn es um den Kundennutzen, also die Benefits geht. Ganz sicher ist, dass Interessenten heutzutage kein Interesse mehr an den Eigenschaften haben. Technische Details beispielsweise werden kaum verglichen, wenn man einen neuen Staubsauger kaufen möchte. Sie dienen häufig nur als Beleg für die Vorteile und den Nutzen, den man durch den Kauf hat. Hier ein (fiktives) Beispiel:


Der neue XYZ Smart-Staubsauger mit eingebauten ABC-Prozessor (Feature) lernt selbstständig, wann Ihre Böden gesaugt werden müssen. Nach der vollständigen Reinigung schließt XYZ sich selbstständig an sein Ladegerät an (Advantage). Ab sofort können Sie das Saugen einfach vergessen (Benefit).

PAS – Probleme zeigen und direkt lösen

Menschen neigen dazu, lieber Schmer zu vermeiden, als einen Gewinn zu erzielen. Auf diese Tatsache zielt die PAS-Formel ab. Zuerst wird der Besucher mit einem Schmerz konfrontiert, in dem zusätzlich gebohrt wird. Zum Schluss erhält er die Lösung, den Ausweg aus diesem Schmerz.

Pain –  Schmerz

Agitate – Erregen

Solution – Lösung

 

Hier ein Beispiel für PAS:

Problem: Um im Internet gefunden zu werden, sollte Ihre Website suchmaschinenoptimiert sein und auch Ihre Besucher ansprechen.

Nachbohren: Aber SEO braucht Zeit und große Agenturen verschlingen viel Geld.

Ausweg: In unseren eintägigen SEO-Seminaren lernen Sie, worauf es bei der Optimierung ankommt. Machen Sie sich unabhängig von Agenturen und lernen Sie, wie Sie stetig neue Kunden auf Ihre Seite bekommen.

 

Die PAS-Formel kann noch wesentlich emotionaler eingesetzt werden und funktioniert besonders gut, wenn es um private Ziele geht. Ein besonders beliebter Bereich ist die Diät-Industrie.

Die 4 P’s – Bilder und Schmerz

Picture, Promise, Proof, Push – Bilder und Schmerz im Marketing
Picture, Promise, Proof, Push – Bilder und Schmerz im Marketing

Nichts funktioniert im Marketing so gut wie Emotionen. Echte Gefühle in euren Interessenten auszulösen ist schon die halbe Miete. Am besten erreicht ihr das natürlich über Bilder. Gemeint sind aber keine Grafiken, sondern mentale Bilder, die erst in den Köpfen deiner potentiellen Kunden entstehen. Mit den vier P’s habt ihr auch gleich die richtige Formel dafür:

  1. Picture: Das mentale Bild, das sich jeder Interessent selbst im Kopf zeichnet. Sprich einen Schmerz oder einen Herzenswunsch an.
  2. Promise: Dein Versprechen, den Schmerz zu beseitigen oder den Wunsch zu erfüllen.
  3. Proof: Jetzt musst du zeigen, wie du dein Versprechen halten willst. Wer hat schon davon profitiert? Gibt es Bewertungen oder sogar eine Garantie?
  4. Push: Und zum Schluss folgt wie immer die Handlungsaufforderung.

Auch hier ist eine ordentliche Portion Empathie gefragt. Du musst deine Besucher, deine Zielgruppe, sehr gut kennen, um sie über Bilder zu ködern. Denke immer daran, dass es viel leichter ist, wenn du deinen Besuchern einen echten Mehrwert bietest.

BADASS – Content für die ganz Harten

Mark Schaefer, Marketing Guru und Bestseller-Autor, hat eine Formel aus dem schönen Akronym BADASS gezaubert. Auch dieses Prinzip hat es in sich, wenn man es richtig anwendet. Leider sind die einzelnen Schritte nicht so schnell umzusetzen wie in den anderen Formeln. Allerdings schafft ihr mit BADASS eine nachhaltige Bindung zu eurer Zielgruppe, denn genau darauf kommt es an. Schaefer setzt auf „Content Ignition“, also der Entzündung von Content. Wie ihr entzündbaren Content erstellt, erfahrt ihr mithilfe seiner Formel:

 

BADASS – Content für die ganz Harten
BADASS – Content für die ganz Harten

Brand Development: Schaefer meint, dass richtig guter Content alleine manchmal nicht reicht. Manchmal wirkt er viel besser, wenn er von einer bekannten Marke stammt. Falls ihr noch keine „heroic brand“ seid, könnt ihr bei Schaefer aber gleich nachlesen, wie die Schritte dahin auszusehen haben.

Audience: Die richtigen Besucher zu erreichen, ist ohnehin schon nicht die leichteste Aufgabe im Content Marketing. Mit der BADASS-Formel sollt ihr aber vor allem eure „Alpha Audience“ erreichen. Diese fünf Prozent eurer Zielgruppe kann den Unterschied zwischen einem Strohfeuer und einem Waldbrand machen! Denkt auch an die wichtigsten Influencer in eurer Branche und wie sie eure Marke weiterbringen können. Falls ihr Unterwäsche verkauft, wäre doch David Beckham eine gute Adresse, oder?

Distribution: Unter Distribution versteht Schaefer alles, was euren Content in die Welt bringt. Werbung, Anzeigen, SEO, Social Media. Denn der beste Content nützt nichts, wenn er nicht gefunden wird.

Authority: Hiermit ist nicht gemeint, dass ihr den Oberlehrer raushängen lassen müsst. Eure Website benötigt Autorität, um in den Suchmaschinen angezeigt zu werden, und zwar möglichst weit oben. Ihr müsst euch also als vertrauenswürdig und professionell auf eurem Gebiet etablieren. Ihr müsst als Experte angesehen werden. Seid ihr das für die Nutzer und habt entsprechend viele Besucher, Backlinks, etc., nehmen euch auch Google und Co als Experten war und die Authority steigt.

Shareability: Content muss teilbar sein. Ist er es nicht, könnt ihr alle vorherigen Punkte vergessen. Das Problem ist: Ein Unternehmen möchte aus ökonomischen Gründen, dass sein Content geteilt wird. Nutzer teilen Inhalte jedoch ausschließlich aus emotionalen Gründen. Bedenkt das schon bei eurer Strategie. Hier müssen Marketing-Verantwortliche umdenken.

Social Proof: Wir alle suchen nach Hinweisen darauf, wem wir folgen und was wir glauben sollen. Schaefer hat ein Experiment dazu gemacht, inwieweit uns Social-Media-Beiträge und Kommentare in unseren Entscheidungen lenken. Fakt ist, dass wir uns beeinflussen lassen, deshalb ist die Präsenz in sozialen Medien heutzutage ein Muss im Marketing.

Fazit

Einige der Content-Formeln lassen sich sofort und auf dem kleinsten Bisschen Content anwenden. Andere Formeln sind eher für die nachhaltige Content-Strategie gedacht. Das Wichtigste ist aber immer, dass ihr wisst, was sich eure Zielgruppe wünscht. Schafft einen echten Mehrwert für den Nutzer und bringt ihn unter die Leute.

Braucht ihr Unterstützung in Sachen Content und Content-Strategie? Sprecht uns an, wir helfen euch gerne!