Guden Appetit, oder wie Alena uns ein Stück Himmel da lässt

Alenas Rezeptbuch!

Alena

„Während meines Praktikums bei Foss & Haas habe ich viel Neues gelernt, vor allem die Adobe Programme Illustrator und Photoshop. Zum Ende hin wollte ich allerdings noch weitere Programme ausprobieren, die ebenfalls typisch für den Mediengestalter sind. So bin ich auf Adobe InDesign gestoßen, mit diesem Programm werden z.B. Magazine, Zeitungen oder Kataloge erstellt. Ich habe mich dazu entschlossen ein Rezeptbuch zu gestalten, mit meinen Lieblingsgerichten, die schnell und einfach sind. ?

 

 

 

Los gehts !

ScribbleAm Anfang musste ich mich neu mit dem Programm anfreunden, denn auch wenn die Adobe Produkte auf den ersten Blick ähnlich Werkzeuge haben, hat das Programm einen ganz anderen Aufbau. Im ersten Schritt erstellte ich mein Dokument, ich trug ein, welches Format es haben soll, in meinem Fall A5 quer. Dazu die Seiten Anzahl einstellen, die man im Nachhinein noch verändern konnte. Besonders wichtig bei InDesign ist das Erstellen eines Grundlinienrasters und dem entsprechend die Textfelder auszurichten. Sobald ich nämlich einen Duplexdruck (zweiseitig) mache, besteht das Risiko den Text nicht auf der gleichen Höhe platziert zu haben und so scheint Text von der anderen Seite durch. Ein weiterer Vorteil ist, dass  der Aufbau  sehr harmonisch und angenehm wirkt. Als alles eingerichtet war, ging es ans Layout. Für ein Rezeptbuch ist es sehr wichtig warme, angenehme und appetitliche Farbschema zu verwenden.

 

 

Rezeptübersicht
Rezeptübersicht

Die Leckerbissen

Im nächsten Schritt habe ich angefangen Rezepte zu sammeln, auch hier ist es wichtig ähnlich Rezepte zusammenzutragen, um ein Konzept entstehen zu lassen. Einfach, schnell und lecker musste es sein. Dazu brauchte ich natürlich noch Bilder von den Gerichten, hierbei war es sehr wichtig, dass die Bilder eine minimale Größe von 2 Megapixel haben, dies schränkt die Auswahl erheblich ein. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Druck ist es, die Abbildungen in CMYK anzulegen, der substraktiven Farbmischung. Cyan, Magenta, Yellow und Black sind die Primärfarben. Die RGB-Farben, eine additiven Farbmischung, sind die Primärfarben Rot, Grün und Blau, die beispielsweise bei Fernsehern und Computermonitoren zur Anwendung kommt.

Die ersten Schritte

Foot PrintsDann konnte ich mich an die Entwicklung meines Buches setzten. Die ersten drei Seiten habe ich zuerst frei gehalten für Titelblatt und Inhaltsverzeichnis. Auf die vierte Seite habe ich dann mein erstes Rezept gesetzt. Titel, Zutaten und Zubereitung in ein ganzes Textfeld, besser wäre es allerdings gewesen für alles ein einzelnes Textfeld anzulegen. Anschließend den Hintergrund dem jeweiligen Farbschema anpassen, ein Bild des Gerichtes und ein paar Grafiken von handgezeichneten Küchenutensilien einfügen, die sich durch das gesamte Buch ziehen sollte. Mit den gleichen Grafiken habe ich dann auch das Titelbild bestückt und fertig ist mein Rezeptbuch. Naja, so einfach war es dann doch nicht, denn nur so sah mein Rezeptbuch ziemlich eintönig und langweilig aus. Deswegen ging es nun ans Layout.

Layout, mal anders

Für mich war es wichtig, dass jede Seite anders aussieht, aber sie trotzdem zusammengehören. Dies erzielt man, wenn man sich trotz unterschiedlicher Layouts an die Raster, die ich zuvor erstellt hatte, hält. Die gleiche Schrift Art wählt, ich habe mir Beispielweise bei DaFont eine kostenlose Schriftart runtergeladen, dazu die passende Schriftstärke und Größe wählt. Die Schriftart für die Überschriften variierte allerdings, da sie durch ihre Einzigartigkeit hervorstechen sollten. Zusätzlich habe ich die Schriftfarbe jedes Mal dem Rezept angepasst, dazu passend natürlich auch dann das Layout umgestaltet. Jedes Layout sieht komplett anders aus, manchmal sind zwei Rezepte auf einer Seite, manchmal füllt ein Rezept sogar zwei Seiten aus.

 

Der vorletzte Schliff

Der SchliffAls ich angefangen hatte die Gerichte den Layouts anzupassen, habe ich beschlossen meine Seitenanzahl noch einmal zu ändern, nämlich von 12 auf 16 Seiten. Da ich noch einige gute Layout Ideen hatte und an Rezept Ideen hat es mir sowieso nicht gemangelt. Nachdem alles überarbeitet war, habe ich zu allererst einen Ausdruck gemacht, denn viele Dinge, teilweise Kleinigkeiten, erkennt man manchmal auf den Bildschirm nicht und viele Sachen wirken manchmal ganz anders. So konnte ich meinen Kollegen schon einmal den Entwurf zeigen und mir Verbesserungsvorschläge einholen. Mein Titelbild habe ich noch einmal ganz verändert und den Titelnamen noch mehr durch einen Rahmen hervorgehoben. Außerdem habe ich die handgezeichneten Küchenutensilien aus den Rahmen hervorragen lassen. So schließt nämlich die Titelseite besser mit der  einfarbigen und schlichten Rückseite ab. Außerdem hatte ich auf der zweiten Seite alle Grafiken der Gerichte eingefügt, allerdings ungleichmäßig verteilt und nicht gleich groß, das habe ich auch noch angepasst. Jetzt wirkt alles harmonischer und nicht so erdrückend. Anderen Seiten habe ich farblich noch angepasst, für bessere Lesbarkeit oder Bilder anders platziert. Auf den letzten Seiten habe ich Grafiken zu den Dips selber  in Photoshop gebaut, diese mussten allerdings auch noch einmal überarbeitet werden. Zudem hatte ich auf der aller letzten Seite bis Dato nichts Weiteres stehen und habe dort noch Notizen eingefügt, für Anregungen oder Verbesserungen.

Finale Countdown

Dann ging es an die Finale Druckvorbereitung, technische Kleinigkeiten ausbessern und sich eine gesamte Übersicht anschauen.  Zum Ende hin habe ich dann mein Inhaltsverzeichnis mit der Finalen Nummerierung versehen und die Größe halbiert, damit links daneben noch Platz ist für eine Widmung. Dann nochmal alles überprüft, ob auch wirklich alle Grafiken in den CMYK-Farben sind und auch Verknüpfungen zu den Grafiken vorhanden sind. Anschließend habe ich die Datei „verpackt“, dann werden alle verwendeten Daten und Verknüpfungen automatisch in einen Ordner gepackt. Noch einmal ein letzter Blick auf das fertige Buch, bevor es in den Druck geht und dann konnte es auch schon hochgeladen werden. Damit es sich in den Händen nach etwas anfühlt, haben wir das Buch schon mal auf 160g/qm starken Papier vor Ort ausgedruckt. Anschließend mit dem Falzbrett die Mitte der Seite knicken und schon war das Dummy meines Rezeptbuches fertig. Einige Tage später kam dann auch mein Rezeptbuch an und das erste Rezept konnte gekocht werden.?“

Eure Alena

 

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