Die 5 bekanntesten Open Source CMS (Content Management Systeme)

Wer sich dazu entschließt, eine Website, einen Blog, ein Portal, einen Shop oder sonst eine Seite im Internet zu veröffentlichen, steht vor einer schwierigen Frage: Welches Content Management System soll ich nutzen? Wir wollen einen kleinen Überblick über die bekanntesten Open Source CMS und deren Verwendung geben.

 

Was sind Content Management Systeme?

Mithilfe von Content Management Systemen kann man die Inhalte auf einer Website verwalten. Ursprünglich wurden sie vor allem für Blogs genutzt. Das CMS ist der Rahmen, in dem Bilder, Texte, Videos und alle anderen Inhalte eingepflegt werden.
In der Regel sind Open Source CMS sehr leicht zu handhaben und können auch von technisch weniger versierten Menschen genutzt werden. Auf diese Weise kann wirklich jeder eine Seite im Internet aufbauen.
Mittlerweile werden Content Management Systeme nicht mehr nur für private Blogs eingesetzt. Auch Unternehmensseiten, Portale und Onlineshops können mit Open Source CMS umgesetzt werden.

 

Welche Open Source CMS gibt es?

Es gibt rund 300 verschiedene Content Management Systeme. Wir stellen euch deshalb die 5 bekanntesten Open Source Systeme vor.

WordPress

Open Source CMS WordPress

Das bekannteste und meistgenutzte Open Source CMS ist WordPress. Die Online-Software wurde ursprünglich für Blogs entwickelt. Mittlerweile lassen sich auch komplexe Websites und Shopsysteme mit WordPress umsetzen.
WordPress kann in zwei Varianten genutzt werden. Für unerfahrene Hobbyblogger ist vor allem WordPress.com interessant. Das Hosting wird dabei von WP übernommen.
Wer komplexer mit dem CMS arbeiten möchte, greift am besten auf WordPress.org zurück. Das Hosting muss man hier selber übernehmen, dafür kann man die volle Leistungsfähigkeit des CMS nutzen. Eine Übersicht über alle Unterschiede findet ihr auf der Website (https://de.support.wordpress.com/com-vs-org/).
Durch unterschiedliche Plugins lässt sich das selbstgehostete WordPress vollständig an die eigenen Bedürfnisse anpassen, auch ohne großartige Programmierkenntnisse. Entwickler haben allerdings die Möglichkeit, eigene Themes und Erweiterungen zu programmieren. WordPress ist deshalb ein sehr beliebtes und flexibles CMS für Anfänger und Profis.

Drupal

Open Source CMS Drupal

Drupal ist ein riesiges Baukastensystem, welches aus verschiedenen Modulen besteht. Hiermit lassen sich vom privaten Blog bis zum komplexen Intranet viele Lösungen finden.
Besonders interessant an Drupal ist die Möglichkeit für Communitys. Das System macht den Austausch und die Arbeit an gemeinsamen Themen sehr einfach.
Auch das Backend kann bei Drupal nach den persönlichen Vorstellungen verändert werden. Dies ist allerdings gerade für Anfänger nicht sehr leicht. Die weltweite, sehr aktive Community ist dabei eine super Unterstützung.

Typo3

Open Source CMS Typo3

Ein sehr mächtiges und komplexes Open Source CMS bildet Typo3. Auch hier lassen sich alle möglichen Einstellungen im Backend vornehmen. Allerdings benötigt man für die Verwendung von Typo3 fortgeschrittene Kenntnisse.
Gerade für Entwickler ist Typo3 eine echte Spielwiese, denn es kann beliebig umgeschrieben und erweitert werden. Dank der vielen Typo3-Experten innerhalb der Community erhält man stets professionelle Hilfe.
Typo3 ist allerdings so mächtig, dass es häufig falsch eingesetzt wird. Es kann weit mehr, als die meisten Anwender dem CMS abverlangen. Dafür sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, wenn es um die Umsetzung aufwändiger Websites geht.

Joomla

Open Source CMS Joomla

Joomla existiert seit über zehn Jahren und erfreut sich entsprechender Beliebtheit. Laut Joomla selbst ist es ein „CMS für alle“. Es ist sehr leicht und intuitiv zu bedienen und wird von vielen Hostinganbietern zur Schnellinstallation bereitgestellt.
Joomla kann auch durch Komponenten, Module und Plugins erweitert werden. Diese werden allerdings auch benötigt, um das System sicher vor Hackerangriffen zu machen.
Dank der großen Joomla-Community bekommt man bei Problemen hilfreiche Tipps und durch die umfangreiche Dokumentation findet man schnell in das System hinein.

Contao

Open Source CMS Contao

Contao besteht seit 2006 und wird permanent ausgebaut. Von der Microsite bis zur Intranetlösung hält das Open Source CMS einige Features bereit.
Wer mehrere Domains nutzen möchte, kann dies mit einer einzigen Contao-Installation ebenfalls tun. Das CMS benötigt sehr wenig Webspace und kann günstig gehostet werden. Um einen Blog einzubinden, benötigt man allerdings eine entsprechende Erweiterung.
Auch der Backend-Bereich ist einfach zu handhaben. Dank der Auswahl an vollständigen Vorlagen benötigt man keine Programmierkenntnisse. Das CMS ist außerdem sehr SEO-freundlich.

 

Wie soll man sich für ein Open Source CMS entscheiden?

Welches CMS für die eigenen Projekte in Frage kommt, hängt sehr stark von den Ansprüchen und den eigenen Kenntnissen ab. Deshalb sollte man sich zuerst einmal darüber im Klaren sein, was man sich vorstellt. Einige wichtige Punkte sind unter anderem diese:

  • Welche (Programmier-)Kenntnisse habe ich?
  • Muss der Backend-Bereich besonders einfach zu handhaben sein?
  • Welches Ziel hat meine Website?
  • Welche Inhalte möchte ich veröffentlichen?
  • Wie viele Besucher erwarte ich auf meiner Website?
  • Möchte ich selber hosten oder einen externen Hoster nutzen?
  • Wie viele Websites möchte ich mit meinem System betreiben?
  • Gibt es mehrere Nutzer, Administratoren, Redakteure?
  • Wie sieht es mit der Suchmaschinenoptimierung aus?
  • Muss mein CMS an andere Systeme angebunden werden können?

 

Fazit

Jedes Open Source CMS hält einige Vor- und Nachteile bereit. Man sollte sich für das eigene Projekt darüber im Klaren sein, was man umsetzen möchte. Wer besonders einfach und schnell einen Blog oder eine einfache Website umsetzen möchte, sollte nicht unbedingt auf Typo3 setzen. Für einen hohen Besucheransturm bieten sich schnelle und kompakte Systeme wie Contao an. Wer seine Seite einfach und schnell mit speziellen Features aufwerten will, greift am besten zu WordPress. In jedem Fall ist es, gerade für Unternehmen, ratsam, sich von Profis beraten zu lassen. Diese können anhand eurer Anforderungen das perfekte CMS für euch aussuchen und euer Projekt umsetzen. Habt ihr Fragen zu eurer Website, eurem CMS oder wollt ihr wissen, wie wir euch bei der Umsetzung unterstützen können? Wir freuen uns darauf, von euren Projekten zu hören!