8 Überflüssige Phrasen, die du löschen kannst

Jeder kennt das Problem: Content muss her. Viele denken: Je mehr, desto besser. Dabei blasen viele Texter heiße Luft. Sie benutzen überflüssige Phrasen, die verbannt werden sollten. Solche Wörter machen einen Text zwar lang, vor allem aber langweilig! Acht solcher überflüssigen Wörter findet ihr in diesem Beitrag.

Maßgeschneidert.

Maßgeschneidert.

Man kennt es. Der Kunde soll individuell beraten werden, also bietet man ihm einen „maßgeschneiderten Service“ an. Dabei sagt das Wort nichts aus und ist gleichzeitig ausgelutscht.

Was macht ihr wirklich mit den Kunden? Ihr holt seine Essenz an die Oberfläche und feilt und schleift bis die Qualität stimmt? Na bitte, dann sagt das doch auch so.

Eigentlich.

Tja, „eigentlich“ ist es ein sehr praktisches Wort, mit dem man sich viel Spielraum verschaffen kann. Denn es ist so vage, dass man es auch einfach weglassen kann – eigentlich. Der Punkt ist: Wenn ihr dieses Wort benutzt, werdet ihr unglaubwürdig. Weil ihr keinen Klartext redet. Also weg damit.

„Eigentlich“ kann auch ganz einfach durch jedes andere vage Wort ersetzt werden: Vielleicht, wahrscheinlich, quasi, irgendwie. Verbannt sie alle.

Hier könnt ihr euren Text vorsichtshalber auf Füllwörter prüfen: http://www.schreiblabor.com/fuellwoerter-test/.

Premium.

Premium.

Ja, ihr habt ein geiles Produkt und das wollt ihr nun überzeugend rüberbringen? Dann setzt bitte nicht „Premium“ davor. Ob „Premium Salami“ oder „Premium Software“ macht keinen Unterschied. Sagt lieber konkret, warum euer Produkt so geil ist.

Gut.

„Gut“ ist der kleine Bruder von vielen bösen Wörtern und ist zu schwach, um etwas mitreißend zu beschreiben.

„Unser Service ist gut.“ Das ist nicht mitreißend, oder? Wieso nicht „Unser Service ist wie Frühstück im Bett am Sonntagmorgen“. Gebt eurem Leser Kopfkino!

Kostengünstig.

„Billig“ wollen wir nicht sagen, „günstig“ reicht irgendwie nicht. Bleibt noch „kostengünstig“. Die Intention ist klar: Das Thema ist unangenehm, also reden wir um den heißen Brei herum. Dabei ist auch dieses Wort für jede Website unnötig.

Eine Leistung hat einen Preis und den kann man entweder auf der Website nennen oder nicht. Wenn man das nicht tut, kann allerdings auch niemand bewerten, ob etwas günstig oder teuer ist. „Kostengünstig“ ist aber auch dann unnötig, wenn man den Preis nennt.

Superlative: bester, höchster, schnellster.

Superlative werten keine Texte auf. Sie blasen sie auf. Billige Phrasen wie „Service für höchste Ansprüche…“ oder „bester Anbieter für…“ sind auch schon ausgelutscht und sollten wirklich dringend von deiner Website entfernt werden.

Superlative: bester, höchster, schnellster.

Eine Ausnahme von der Regel bilden gute Claims, die Sinn ergeben und sich einbrennen. Ein Beispiel bietet Timberland mit „Best then. Better now.“!

Konjunktiv: hätte, könnte, würde.

Konjunktiv: hätte, könnte, würde.

So sinnvoll wie “eigentlich” und Co sind auch Konjunktivformen. „Sie brauchen XY? Wir könnten Ihnen…“.

Man merkt schnell, dass das nicht gut ankommt. Entweder man kann oder man kann nicht. Wieso sollte man also den Konjunktiv verwenden? Benutzt lieber ganz aktive Formulierungen.

Herzlich Willkommen.

Ihr wollt nur eure Besucher anständig begrüßen, das ist klar. Aber jemand, für den das Internet wie die eigene Vorratskammer ist, der muss nicht aufwändig begrüßt werden. Er fühlt sich schon wie Zuhause. Du kannst einfach sofort loslegen.

Solche Phrasen sind wirklich altbacken. Damit dein Besucher bleiben möchte, solltest du ihm lieber einen Mehrwert bieten. Zeig ihm direkt, was er von deiner Seite erwarten kann.

4 Tipps für besseres Schreiben

  • Schreib‘ wie du sprichst. Das klingt banal, funktioniert aber großartig.
  • Lies deinen Text laut. Dann kannst du schon hören, ob er flüssig ist oder sich noch ein paar Ungereimtheiten verstecken.
  • Benutze starke Verstärker: großartig, unfassbar, faszinierend.
  • Schreibe bildhaft und sorge für Kopfkino.

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